Home > Berichte & Tests > Know How > Warum Motorräder anders geölt werden müssen als Autos

Wer schon einmal einen Ölwechsel an seinem Bike durchgeführt hat, weiß, dass man dafür spezielles Motorradöl kaufen muss. Doch genau wie Autobesitzer hat man die Wahl zwischen Mineralöl, Synthetik-Öl und diversen Mischformen. Auf der Verpackung stehen fast dieselben Angaben, unter anderem die SAE-Klasse. Kein Wunder, dass sich viele fragen, worin eigentlich der Unterschied zwischen den Schmierstoffen für die beiden Fahrzeugarten besteht. Nicht zuletzt, weil Automotoröle häufig günstiger sind als Motorradöle.

Wissenswertes zu Motorölen


Die Aufgabe von Motorölen besteht darin, bewegliche Motorteile zu schmieren und dadurch Abnutzung zu vermindern. Indem sie Abrieb und Verbrennungsrückstände aufnehmen, haben sie eine reinigende Wirkung. Darüber hinaus dienen sie als Rostschutz sowie zur Motorteilekühlung und gewährleisten eine ausreichende Dichtheit des Motors. Im Fahrerhandbuch jedes Geräts verzeichnet ist ein vom Hersteller empfohlenes Ölwechselintervall, das abhängig von Motor, dem verwendeten Öl und der Nutzweise abweichen kann.

Gut verschlossen in der Originalverpackung ist jedes Motoröl zwischen 3-5 Jahre lagerfähig. Nach der Öffnung dringt Luftfeuchtigkeit ein, wodurch sich die Haltbarkeit auf unter ein Jahr verkürzt. Die SAE-Klasse gibt die Viskosität bzw. die Fließeigenschaften des Öls an. Da heutzutage vorwiegend Mehrbereichsöle genutzt werden, die für jede Jahreszeit geeignet sind, steht meist ein W für wintergeeignet zwischen den Zahlen, die die Fließeigenschaften bei Kälte sowie bei 100 Grad angeben. Wichtig ist es, bei jedem Wechsel den Ölfilter mitauszutauschen. Das ausgewechselte Öl kann man beim Händler abgeben, von dem man es gekauft hat. Dieser ist dazu verpflichtet, es zurückzunehmen.

Worin unterscheiden sich die Öle?


Motorradöle sind im Allgemeinen dünnflüssiger und hitzeunempfindlicher als Öle fürs Auto. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Ölen ergeben sich vor allem aus der unterschiedlichen Bauweise der Fahrzeuge und den dementsprechend eigenschaftsverändernden Additiven. Da in Autos meist eine Trockenkupplung verbaut ist, werden oft Silikone hinzugemischt, um die Reibung zwischen den einzelnen Motorkomponenten zu verringern. Die Zahnräder des Getriebes werden zudem höher belastet. Bei Motorrädern sind meist Nasskupplungen verbaut und die Getriebe werden vom gleichen Öl versorgt. Da die Bikes auch eine höhere Drehzahl haben, wird das Öl stärker beansprucht, wodurch es zu Viskositätsverlust kommen kann. Das bedeutet, das Motorenöl braucht eine höhere Scherstabilität: Es dürfen keine Reibungsminderer beigemischt sein, da diese zu einem Rutschen der Kupplung führen können. Aus diesem Grund ist die Nutzung von Autoölen fürs Bike gefährlich. Um Getriebetauglichkeit gewährleisten zu können, enthalten Motorradöle Additive, die zu den Anforderungen von Motorrad-Schaltgetrieben passen. Deswegen könnte man zwar ohne Gefahr Motorradöle in Autos verwenden, allerdings wäre auch das nicht ideal, weil PKW-Getriebe für zähflüssigere Öle konstruiert sind, wodurch der Schmierfilm leichter abreißen kann und im schlimmsten Fall ein Getriebeschaden entstehen kann.

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