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(c) Dirk Fuhrmann

Bereits den Freitag nutzte der Kölner Racer, um sich auf das Saisonfinale in Most vorzubereiten. Die Mannschaft des WSC-Neuss Racing Teams hatte kurz vor der Veranstaltung noch ein Öhlings-Fahrwerk eingebaut, da Dirk beim Test in Dijon nicht mit den Federn von Sachs zurückrecht gekommen ist. Turn um Turn dreht er seine Runden auf der Strecke in Tschechien und konnte mit seinem Mechaniker eine gute Einstellung für die Qualifyings und die Rennen abstimmen.

"Da ich die letzten zwei Jahre hier in Most gestürzt bin und mein Motorrad immer so kaputt war, das an ein Weiterfahren nicht zu denken war, bin ich mit etwas Magendrücken in die Tschechei gefahren. Aber das Fahren am Freitag und die Motivation von meinem Team haben mich die schlechten Gedanken ganz schnell vergessen lassen. Je mehr Runden ich dreht, um so mehr gefiel mir die Strecke und abends musste ich selber über mich lächeln".

 

Trockenes Wetter und ab und zu ein wenig Sonne konnten für den Samstag nichts Schlechtes bedeuten. Bereits im freien Training legte Dirk mit seinen Rundenzeiten zu und als für Q 1 neue Battlax V02 aufgezogen wurden, war er nicht mehr zu bremsen. Bereits im 1. Zeittraining legte er eine Zeit vor, die von seinen Fahrerkollegen nicht mehr geschlagen werden konnte. Die Pole war eine gute Grundlage für die Rennen am Sonntag, denn die Meisterschaft war noch nicht entschieden und Dirk hatte noch die Möglichkeit, Cup-Sieger zu werden.

 

Um ihm noch weitere Sicherheit zu geben, entschloss sich das Team, ihn zum Rennen der IBPM (Internationalen Bike Promotion Meisterschaft) am Samstagnachmittag starten zu lassen. Hier zeigte der junge Kölner Fairness, in dem er nicht die Fahrerkollegen auf "Teufel komm raus" überholte, sondern mit Köpfchen seine Runden drehte. Die erste Zielflagge des Wochenendes sah er als 6ter.

"Ein super Samstag! Nicht nur, dass ich die Poleposition für die Trofeo Italiano einfahren konnte, nein, auch im Rennen der IBPM hatte ich sehr viel Spaß und die zusätzlichen Kilometer haben mir einmal wieder gezeigt, wie richtig meine Entscheidung war, Aprilia zu fahren. Meine italienische Lady schnurrte sanft wie ein Kätzchen, auch wenn ich richtig am Gas gezogen habe, lag ruhig in den Kurven und hatte den richtigen Biß beim Bremsen," schwärmte Dirk beim abendlichen Grillen.

 

Sonntag = Renntag. Nach einem ruhigen Warm up und einer Konzentrationsphase ging es in die Startaufstellung. Dirk konnte seine Pole durchsetzen und fuhr als erster in die erste Kurve. Was dann geschah, ließ manchen Besucher ungläubig den Kopf schütteln. Runde um Runde erhöhte Dirk das Tempo und seinen Vorsprung. 4 Runden vor Schluss hatte er über 16 Sekunden Vorsprung zum Zweiten. Als er bemerkte, wie groß die Distanz war, drehte er die Gasstellung von "voll" auf "mittel" und fuhr zügig aber sicher seinen Start-Ziel-Sieg ein.

"Ein super Rennen. Ich habe gar nicht glauben können, wie viel Vorsprung mir auf der Tafel von meinem Mechaniker angezeigt wurde. Die letzten Runden habe ich dann ein wenig langsamer gemacht. Wenn das auch so beim zweiten Rennen läuft ….".

 

Am späten Nachmittag startete Rennen 2. Alle Fahrer hatten ein paar Probleme mit der Startampel, die erst unregelmäßig flackerte, bevor sie ausging. Dirk ließ sich dadurch irritieren und musste einige Kurven als Zweiter auf der Strecke unterwegs ein. Aber sein Kämpferherz ließ nicht locker, denn er wollte unbedingt auch das zweite Rennen gewinnen. Auf der Start-Ziel-Linie nach der 1 Runde gab er Gas und überholte den bis dahin Führenden. Ab da an ließ er sich den Sieg nicht mehr abnehmen. Kontrolliert, aber immer mit dem nötigen Abstand dreht er Runde um Runde und gewann auch Rennen 2.

 

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge steuerte er seine Maschine zum Team. Zweimal erster in Most, aber die Tabellenführung in der Trofeo Italiano konnte er nicht mehr einfahren.

 

Bei der Siegerehrung wurde er von seinen Fahrerkollegen mit einer Sektdusche für seine 1.Plätze "geehrt" und ihm wurde der Titel

 

Vize-Meister Trofeo Italiano

 

verliehen.

 

"Ich gratuliere Michael Tränklein für den Meistertitel. Du warst ein harter, aber fairer Gegner und ich habe gekämpft, konnte aber durch meinen Ausfall in Oschersleben die fehlenden Punkte nicht mehr einfahren. 6 Punkte fehlten am Ende, um Cup-Sieger zu werden. Aber nächstes Jahr werde ich angreifen und mir die begehrte Trophäe holen.

 

Vielen Dank an das Team des WSC-Neuss, an Bridgestone, Held, Daytona, Racefoxx, Med-Kontor, X-Lite, LSL, und alle die, die nicht namentlich genannt werden möchten, Ihr habt an mich geglaubt und mich unterstützt, nochmals Danke! Mein ganz besonderer Dank geht aber an mein Backoffice und meinen Mechaniker Peter. Beide haben die gesamte Saison alle Höhen und Tiefen mit mir gemeinsam auf und neben der Rennstrecke gemeistert, sind mit mir zu seinem Terminen außerhalb der Rennstrecke unterwegs gewesen und haben mich wieder aufgebaut, wenn es mal nicht so geklappt hat".

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