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Nachdem wir das doch recht große Gelände zu Fuß erkundet und den Seitenwagen Lauf angesehen hatten, starteten weitere, sehr interessante Klassen. Ein Highlight war sicher eine der GP-Klassen mit den allseits bekannten 250ern Aprilia RS und Suzuki RGV. Hier wurde mächtig Tempo vorgelegt, denn in der selben Kategorie starteten ebenfalls einige ehemalige GP-Motorräder aus den 1980 und 199er Jahren als gut erhaltene Productionracer von Honda, Suzuki und Yamaha! In den Startreihen fand man auch seltenere Stücke der Hersteller Benelli, Maico, Bakker-Rotax und MV-Agusta. Ein wenig wehleidig stand ich an diesem Tag schon vor den Motorrädern, die ich nun nach Jahren wieder zu Gesicht bekommen habe, denn bereits als Kind erlebte ich diese Gattung auf Weltmeisterschaftsläufen. Damals ein Hightech-Gerät mit den ersten Data-Recordings, sündhaft teuren Verbundstoffen und Öhlinsfahrwerk. Heute musste ich die NSR250R als Museumsstück auf einer Nischenveranstaltung erleben, ebenso einige, heute äußerst seltene 500er Zweitakter, welche für meinen Geschmack etwas zu sorgsam bewegt wurden. Die Geräuschkulisse entschädigte dafür aber gewaltig und ließ darüber hinwegsehen, dass mit den wertvollen Zeitzeugen keine beinharten Zweikämpfe ausgefochten wurden. Dazu setzte nun leichter Regen ein und bei bereits versiegter Ersatzteilversorgung ist eine langsamere Gangart schon fast obligatorisch.

 

Generell pflegte man das Miteinander im Fahrerlager sehr legere und gemütlich, hier musste man nichts auf der Strecke austragen, man frönte das gemeinsame Hobby und achtete stets aufeinander. Genauso wurden interessierte Zuschauer ins Schrauberzelt eingeladen und gewisse (eigentlich schon überholte) Raffinessen untereinander ausgetauscht. Im Hangar des Flugplatzes, direkt an der Strecke, bot sich die Gelegenheit seltene Ausstellungsstücke zu betrachten, über die Ausstellermeile zu flanieren und sich mit einigen Weltmeistern aus vergangenen Zeiten zu unterhalten. Vorort standen Jan de Vries (zwei WM-Titel 50ccm), Jim Redman (sechs WM-Titel in 250 und 350ccm) und Hans-Georg Anscheid (dreimaliger 50ccm Weltmeister) für Rede, Antwort und Autogramm bereit.

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