Home > News: Moto Trophy 2020: Frühstart am Hockenheimring (17.03.2020)

Von: Falk


(c) Klassik Motorsport e.V.

„Es dürfte wohl für längere Zeit das letzte Mal gewesen sein, daß ihr auf der Rennstrecke fahren konntet. Daher, genießt es nochmals.“ Das war der Ratschlag der Organisatoren der Moto Trophy zu dem Rollout auf dem Hockenheimring angesichts der Corona-Sanktionen in ganz Europa. Noch am Freitag vor dem Veranstaltungswochenende stand der Saisonauftakt auf der Kippe, doch dann kam das OK der Behörden. Allerdings durften nicht mehr als 1000 Personen auf dem Areal des Motodroms anwesend sein. Bei 200 Fahrer gemeldeten Fahrern war somit die Durchführung möglich.

 

Das kosteten die Piloten auch ausgiebig angesichts der guten Vor-frühlingshaften Wetterbedingungen aus. Eingeteilt in 4 Solo- und eine Gespanngruppe spulten die Fahrer in mehreren Trainingssitzungen ihre Runden ab, die den Termin als günstige Gelegenheit zur Saisonvorbereitung nutzten. Unter ihnen auch Bastien Mackels vom Team der BikerBox. Sein Teamchef Josef Bayer kam der Termin gerade recht, konnte doch sein Schützling den ersten Kontakt mit seinem neuen Arbeitsgerät für die IDM-Superbike, einer Yamaha R 1, machen.

 

Auch der niederländische WM-Gespannpilot Kees Endeveld wollte die Gelegenheit nutzen. Doch die Aus- und Rückreise aus Deutschland hätte Probleme ergeben. Darauf verzichtete er.

 

Zurück vom Grand Prix aus Katar war Dirk Geiger. Der Moto 3 Pilot des Prüstel-Teams wohnt schließlich nur 25 Kilometer von der Rennstrecke entfernt. Der Mannheimer gab sein Wissen als Riding Coach der Youngster der Honda Talent Challenge weiter. Die jungen Talente nahmen gerne die Tipps des WM-Piloten an und setzten mit ihren Arbeitsgeräten, der Honda NSF 250 R, auf der Rennstrecke um.

 

Neben den prominenten Piloten gab es sehr viel Interessantes an Rennmotorrädern zu sehen. Bei den Zweitaktern war es beispielsweise eine Bimota Due im Renntrimm. Der in begrenzter Stückzahl gefertigte Halbliter- Zweitakter mit Benzineinspritzung war schon damals ein exotisches Gerät. Oder die beiden Viertelliter Rotax in verschiedenen Fahrwerken, die Suzuki MK 2 von Urban Jussel, mit der einst Philippe Coulon in den WM-Rennen fuhr. Exotisch auch bei den Viertaktern eine für den Renneinsatz entfremdete Indian 1200.

 

Die nächsten Wochen werden zeigen, wann die Saison der Moto Trophy nun beginnen kann. Zum geplanten Saisonauftakt an Ostern in Italien jedenfalls, fährt niemand, auf einen Start am Nürburgring und Sachsenring, hoffen die Teams und Fahrer. Doch das liegt in der Hand von Corona…...

 


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