hab hier mal einen guten Text zu dem schon älteren Thema gefunden wo alles recht gut beschrieben ist!!
so jetzt hier mal was struktives zum Thema:
Der Sprung:
Das Springen an sich ist nicht so dramatisch. Viel wichtiger ist das Landen. Obwohl, runter kommen sie alle! Eine kontrollierte Landung ist jedoch das A und 0 jeder Flugaktion. Sonst blamiert man sich nicht nur, sondern tut sich auch noch gewaltig weh. Manche Enduro-Hindernisse wie zum Beispiel Gräben oder Hügel können oder müssen im Sprung überwunden werden. Natürlich gibt es auch jede Menge anderer Möglichkeiten, mit dem Enduro Motorrad zu springen. Für den sicheren Flug ist ein gutes Gespür Für die Maschine und vor allem Gleichgewichtssinn erforderlich.
Fangen wir von vorne an: Es gibt Situationen, bei denen liebt die Maschine automatisch ab - an Auffahrten etwa, die mit Speed angefahren werden. Da genügt es, am Ende des Steilhangs am Gas zu bleiben und das Motorrad fliegt. Idealerweise weiß der Fahrer, wie es dahinter weitergeht und kann sich darauf einstellen. Hier drei typische Sprünge, neben dem Gewöhnlichen, bei denen uns Besonderheiten bei der Landung erwarten:
l) Hinter der Auffahrt geht es bergab. Hier ist es erstrebenswert, in der Bergablinie zu landen.
2) Die Auffahrt führt aufein Plateau, z. B. bei einem Tabletop. Springt man zu kurz, landet man oben auf er Ebene. Das ist ziemlich unproblematisch und in der Regel auch sicher. Springt man aber zu weit, landet man hinter dem Table im Flachen, und das ist ziemlich hart und oft eher problematisch...!
3) Unmittelbar nach dem ersten Sprung folgt ein zweiter. Hier hilft nur: Alle beide überspringen oder abbremsen und jeden einzeln springen. Springt man beim ersten zu weit (gemeint ist, zu kurz!), knallt man zwangsläufig in den zweiten.
Die Landung:
Auch hier gibt es drei Möglichkeiten - naja, manchmal auch vier.
l ) Landung auf dem Vorderrad
2) Landung auf dem Hinterrad
3) Landung auf beiden Rädern
4) Landung ohne Räder
Wir wollen aber nur die ersten drei üben!
Ziel ist, das Motorrad in der Luft so zu dirigieren, daß wir die Landung beeinflussen können, bzw. vorbestimmen!
Die sichere Landung/Flugbahn setzt einen optimalen Absprung und eine gute Spurwahl voraus. Zuerst ist es wichtig, möglichst gerade auf den Sprung zu zu fahren. So versuchen wir, alle seitlichen Drehbewegungen des Mopeds von vorn herein auszuschließen. Manche Fahrer (im Super-Cross z. B.) fahren mit Absicht eine Kurve auf dem Absprung, um so ihr Motorrad in der Luft extrem quer zu legen. Das ist aber höhere Kunst und erst einmal nicht zu empfehlen! Dann braucht man Fingerspitzengefühl am Gas in der Absprungphase. Über das Gas bestimmen wir das Verhalten des Motorrades in der Luft. Bleibt man bis zu letzt, also bis zu dem Moment am Gas, in dem das Hinterrad den Boden verläßt, wird praktisch das ganze Motorrad nach oben geschoben. D.h.: das Vorderrad ist hoch in der Luft, das Hinterrad wird zuerst landen. Manchmal ist dies erwünscht, aber manchmal auch nicht! Nämlich wenn das Vorderrad viel zu hoch ist. Dann kann nur noch das treten auf die Hinterradbremse etwas retten. Durch das abrupte betätigen der Hi-bremse (Kupplung ziehen nicht vergessen, den sonst geht der Motor aus) kommt das Motorrad hinten hoch! Das gemeine dabei ist, daß die Wirkung um so großer ist, je eher man zu tritt, und je weiter der Sprung ist. Es gehört also viel Erfahrung dazu, die Hinterradbremse im richtigen Moment einzusetzen. Zieht man die Vorderradbremse, kommt das Motorrad vorn etwas runter. Dieser Trick ist aber überhaupt nicht empfehlenswert, da das Moped durch die fehlende Rotation vom Vorderrad vorn total instabil wird und fast nicht mehr zu beherrschen ist! Aufjedem Fall gilt hier, wie auch immer sonst: am besten tastet man sich langsam heran.
Geht man wesentlich eher vom Gas, als das Hinterrad den Boden verläßt, fehlt der Schub, der das Vorderrad in die Höhe bringt. Fazit: Hinterrad ist hoch in der Luft, Vorderrad nicht. Im schlimmsten Fall überschlägt man sich nach vorn! (Nicht so angenehm...!) Gegenmittel wäre in diesem Fall, in der Luft wie verrückt Gas zu geben, denn dadurch kommt das Hinterrad etwas herunter!
Die Wahrheit für einen normalen Sprung, d.h. wenn man mit dem Hinterrad geringfügig vor dem Vorderrad landen will, liegt also dazwischen.
Neben dem Gasgeben ist natürlich auch die Körperhaltung/Gewichtsverlagerung auf dem Motorrad beim Absprung, in der Luft und bei der Landung sehr wichtig. Im Allgemein will man in der Luft im Zentrum des Motorrades sein. So kann man das Motorrad nach belieben ausbalancieren und belasten, sowie gegebenen falls auch reagieren und korrigieren. Bin ich zum Beispiel in der Luft mit meinem Hintern (Gewicht) auf Höhe des hinteren Kotflügels und mein Vorderrad ist zu hoch, habe ich keine Chance mehr, mein Gewicht zum Ausgleich nach vorn zu bringen! Genau so ist es beim Absprung. Bin ich mit meinem Gewicht hinten, ziehe ich praktisch (über den Lenker) das Vorderrad in die Höhe. Bin ich mit meinem Körper zu weit vorn, belaste ich das Vorderrad zu sehr und es wird nach unten gedrückt. Das Hinterrad hingegen aber ist total entlastet und kann so in die Höhe aufsteigen. Also muß ich auch hier wieder im Zentrum des Mopeds sein! Auch beim Landen verhält es sich wieder ähnlich. Bin ich zu weit vorn, ist die Gabel überfordert und schlägt durch, das Hinterrad ist nicht richtig belastet und findet so keinen Grip. Bin ich zu weit Hinten, kann es vorkommen, daß mein Hinterrad zuviel Grip hat, und das Moped "schießt ab wie eine Rakete". Doch leider hängt man dann meistens wie eine Fahne am Lenker und am Gas, und hat das Ganze nicht mehr unter Kontrolle. Grundsätzlich gilt für das Landen: immer etwas Gas geben. Durch die Beschleunigung wird das Fahrwerk stabilisiert (härter) und die Landung in die Länge gezogen und dadurch weicher für Mensch und Maschine!!!
Was jetzt hoffentlich jedem bewußt geworden ist: Die Flugbahn und das Verhalten des Motorrades in der Luft wie auch die Landung bestimme ich weitest gehend beim Absprung durch Gas und Gewichtsverlagerung! Auch die Spurwahl ist nicht zu vernachlässigen. Habe ich einen flachen Absprung, brauche ich mehr Speed für einen gescheiten Sprung. Habe ich eine hohe und steile Absprungkante, muß ich aufpassen, daß es mich nicht zu hoch hinaus katapultiert!
Manchmal hat man ein Loch in der Absprungkante, auch "Schnapper" genannt, Hier kann man versuchen, eine Kante eher abzuspringen. Dann ist es wichtig, auch rechtzeitig das Gas zu zu machen, damit das Moped abheben kann. Bekomme ich die zweite Kante noch mit dem Hinterrad mit, muß ich dabei noch einmal kurz Gas geben, damit auch mein Vorderrad in die Höhe kommt, und nicht nur mein Hinterrad, das ja einen "mit bekommt". (Verstanden?)
Am besten sucht man sich eine Hangkante oder einen Sprunghügel auf dem Übungsgelände mit glattem Absprung, und probiert: Im Stellen mit Speed anfahren, bis das Motorrad abhebt. (Auch mal im sitzen probieren, aber immer langsam anlangen) Das Gewicht bleibt während des Flugs in der Mitte der Maschine, es sei den, es muß korrigiert werden, hier hilft nur immer wieder probieren und probieren. Im Lauf der Übungen gibt man immer ein bißchen mehr Gas und springt immer weiter, Im Prinzip ist es egal, ob man 3 oder 15 Meter springt, die Technik ist gleich. Traut euch, auch mal bewußt das Falsche zu machen. Natürlich nicht zu übertrieben. Aber so kann man auch mal ungewohnte und ungewollte Situationen herbei führen und kennenlernen.