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Angus

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1

Dienstag, 23. August 2005, 23:33

Frage an die Fahrphysik-Experten

Also ich fahre eine Dakar mit der klassischen Endurobereifung, also 90/90 21 vorne und 130/80 17 hinten.
Nun meine Frage:
Wenn ich mich mit dieser Bereifung in Schräglage begebe, habe ich dann dieselbe Fläche Reifen auf der Straße wie bei einer breiteren Bereifung (zb 120 17 vorne u 160 17 hinten)?
Habe ich also – den gleichen Reifentyp vorausgesetzt – dieselbe Haftung in Kurven wie ich es mit breiteren Reifen hätte?
So meinte es nämlich der Tüv Prüfer bei dem ich heute war!

Ich dachte bisher dass ich durch die schmale Bereifung weniger Grip in Kurven hätte und hab deshalb Respekt vor größeren Schräglagen, was diese Sorge etwa unbegründet und ich kann mich mit guten Gewissen in ordentliche Schräglagen begeben?
Ich hab deshalb auch schon über einen Supermoto Umbau nachgedacht.

Ps: Ich fahre übrigens den Michelin Anakee der für einen Enduro Reifen (sofern man ihn überhaupt noch so nennen kann) schon sehr viel Haftung auf Asphalt bietet.
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2

Mittwoch, 24. August 2005, 00:02

lass dir mal eines gesagt sein:

mehr auflagefläche am identischen fahrzeug, bedeutet keine bessere haftung -> je mehr fläche, desto weniger anpressdruck.
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Wallimar

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3

Mittwoch, 24. August 2005, 00:06

Zitat

Original von creative
lass dir mal eines gesagt sein:

mehr auflagefläche am identischen fahrzeug, bedeutet keine bessere haftung -> je mehr fläche, desto weniger anpressdruck.


Dadurch dass der Reifen mitm Asphalt "verklebt" ist die Fläche sehr wohl entscheidend. Je mehr Fläche desto besser klebt's. Mit den Grundlagen aus Physik (Haftreibwert, Erdanziehungskraft, usw.) kommst in Sachen Fahrphysik nicht wirklich weit.

Breitere Reifen lassen sich aber oft einiges störrischer fahren, sind einfach weniger handlich als schmale Reifen. Handlich bedeutet oft aber auch kippelig und wenn dir das Unsicherheit beschert, wär's vielleicht mal ne Überlegung wert.
Wenn du mit der Dakar eh nur Straße fährst sind Enduro-Reifen sowieso vollkommener Blödsinn.
:hammer: KTM Superduke R - weil Sportler was für Schwuchteln sind :hammer:
"Jetzt ist's eh scheissegal - Racing-Team"
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Kingmueller

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4

Mittwoch, 24. August 2005, 12:29

Wenn der Reifen breiter ist, ist die Auflagefläche in Schräglage meiner Meinung nach, nicht größer. Nur, wenn der Reifen einen größeren Umfang hätte, würde sich die Aufstandsfläche vergrößern.

Bin aber noch sehr unentschlossen ?(

Wie dem auch sei. Der 90er vorn ist zwar arg schmal, aber der 130er Hinterreifen garantiert eigentlich Grip bis die Rasten schleifen ;) (GS hat 110-70/17 und 130-70/17)
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towotec

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5

Mittwoch, 24. August 2005, 13:05

also wenn der reifen breiter is, muss man eine größere schräglage fahren, als mit nem schmaleren, um die gleiche kurvengeschwindigkeit zu erreichen. nen breiter reifen hat den großen vorteil, dass der grenzbereich größer wird.
bei ner enduro die auf der straße gefahren wird, würde ich deshalb immer möglichst den breitesten nehmen, der in fahrzeugschein eingetragen ist. handling is auf ner enduro danach immer noch sehr gut.

meinermeinung nach müsste die auflagefläche dadurch auch größer sein. entscheidend für grip und grenzbereich ist aber auch der reifendruck.

Zitat

.. aber der 130er Hinterreifen garantiert eigentlich Grip bis die Rasten schleifen

bei mir rutscht der straßenreifen, vor die rasten schleifen.
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Kingmueller

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6

Mittwoch, 24. August 2005, 13:16

auf der RT? Hast du noch die Standardreifen drauf? Dann isses kein Wunder ;) Die Heidenau (oder so) sind müll.. Zieh dir BT045 drauf und schau dir die Welt mal aus ner anderen Perspektive an ;)
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Tutti

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7

Mittwoch, 24. August 2005, 21:13

betrachtet man es in der klassischen einfachen Näherung für Reibung, die man ind er Schule macht, ist die Auflagefläche nicht relevant.
Da wir es aber mit realer Physik (:P) zu tun haben, ist sie es dennoch.
Denn der Reifen verzahnt sich über die Moleküle des Gummis mit den Molekülen des Asphalts. DAs macht die Reibung, bzw Grip aus.
Wenn nun jetzt einfach weniger davon vorhanden sind, dann steigt die Belastung PRO dieser Verzahnung. So stimmt zwar, dass mit weniger Fläche mehr ANpressdruck und somit immer gleich viel Grip, egal bei welcher Auflagefläche, da wäre, ABER::.
Sie unterliegen natürlich wie schon gesagt einer höheren Belastung. Das heißt sie reissen schneller ein, und das bedeutet somit Gripverlust.
Würden diese unendlich viel aushalten, wäre es tatsächlich unabhängig von der Auflagefläche.
Und ihr könnt euch ja vorstellen, wenn eine VErbindung reisst, dann reissen bald alle, Kettenreaktion.

Unglücklicherweise änderst du mit einem breiteren REifen aber auch mehr:
Handling, Rückmeldung, Kurvenspeed bei gleicher Schräglage... etc.
Zudem ist ja die Krümmujng, das heißt VErhältnis Felgenbreite zu Reifenbreite, ja auch entscheidend. Zuviel Krümmung würde wieder nachteilig für den Grip, bzw Handling sein, genauso wie zuwenig.
Wenn nicht gerade Dreck auf der Straße liegt, ist meistens weniger die Schräglage, als das Gasgeben bzw Rollenlassen / Motorbremse oder sogar vorne bremsen in der Kurve für einen Rutscher ursächlich.
Damit belastest du den Reifen viel mehr, als durch die reine Schräglage (natürlich gibts da auch grenzen, da durch mehr Schräglage der Anpressdruck nachlässt, stichwort Kräfteparallelogramm).

Fazit:
Wenn du das Handlich behalten willst, würde ich dir eher zu einem besseren Reifen, als zu einem breiteren Raten.
Warum denkst du über sowas nach? Hast du RUtscher?
Wenn ja, dann würd ich mir auch mal über den Fahrstil GEdanken machen, denn damit kann man auch, weit vor der normalen Grenze, Rutscher provozieren.

*edit*
Grenzbereich wird nicht unbedingt größer, das ist stark von dem Reifen selbst abhängig. Grenzbereich heißt nicht, wie viel er aushält, sondern wie er sich ankündigt und fährt eben in diesem Grenzbereich.
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towotec

unregistriert

8

Mittwoch, 24. August 2005, 22:52

@ Kingmueller

Zitat

auf der RT?

nein, auf der GasGas (Enduro)
LOL Mz

Zitat

... ist meistens weniger die Schräglage, als das Gasgeben bzw Rollenlassen / Motorbremse oder sogar vorne bremsen in der Kurve für einen Rutscher ursächlich

es gibt den Kammscher Kreis. auch bei sehr starker schräglage ist bremsen oder gasgeben möglich. der profi bremst fast bis ganz in den scheitel. je näher der scheitel, desto weniger kraft an der handbremse, dafür "mehr" an der fußbremse. im scheitel gibt er dann wieder gas.
hier gibt's dazu ne erklärung
<<KLICK>>

Zitat

Grenzbereich heißt nicht, wie viel er aushält

hab ich auch nicht geschrieben.

ich werde immer möglichst breite reifen fahren, da der kontrollierte drift damit einfacher is. auf ner enduro oder supermoto is das handling auch mit nem breiten reifen sehr gut. bei nem Sportler empfiehlt es sich evtl. nen schmaleren drauf zu machen, um das handling zu verbessern.
bevor rossi von honda zu yamaha gewechselt is, wollte er doch auch nen breiteren. honda hatte erst mit dem breitern reifen die probleme, die sie gerade haben.
auch nicht umsonnst fahren die sumo-profis den breitesten reifen, der erlaubt ist.
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Kingmueller

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9

Donnerstag, 25. August 2005, 10:25

Zitat

Original von towotec
es gibt den Kammscher Kreis.[...]

siehe hierzu auch "Bernt Spiegel - Die obere Hälfte des Motorrads" ;)

Mein Physiklehrer wusste mit dem Kammschen Kreis nichts anzufangen ?( Scheint also nix soo bekanntes zu sein. Das, von Tutti erwähnte, Kräfteprallelogramm, ist da wohl geläufiger.

btw denk ich, dass es nen Unterschied macht, ob der Threadersteller mit ner Dakar mehr oder weniger flott im öffentl. Straßenverkehr fährt, oder ob er mit ner Supersportler auf der Rennstrecke unterwegs ist ;)
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Tutti

unregistriert

10

Donnerstag, 25. August 2005, 22:22

Nun sicher bremst man in die Kurve rien auf der Rennstrecke.
Aber das ist was anderes, als wenn man ruckartig vom Gas geht mitten in der Kurve, glaub mir dadurch holst du dir sehr leicht vorderradrutscher.

Das Rennfahrer breitere Reifen haben, liegt eben daran, dass sie sehr früh ans Gas gehen ...
Das sollte man auf der Straße nicht machen, daher kann man da schon aufs Handling achten.
Die Rennmaschinen sind eh viel viel handlicher als ne normale, so dass da der Unterschied nicht so groß ist.
ALlerdings sollte man DAS nehmen, was einem der freie KOPF erlaubt.
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Angus

unregistriert

11

Sonntag, 28. August 2005, 16:10

Zitat

Original von Tutti

Fazit:
Wenn du das Handlich behalten willst, würde ich dir eher zu einem besseren Reifen, als zu einem breiteren Raten.
Warum denkst du über sowas nach? Hast du RUtscher?


Bin noch nicht gerutscht aber will das das auch so bleibt hehe

inwiefern wirkt sich der Reifendruck af den Grip aus, ist mehr oder weniger besser?
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SETO 81

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12

Sonntag, 28. August 2005, 16:20

ich glaube die vom hersteller vorgeschriebene menge soltle wohl mit am idealsten sein.
dazu muss ich aber ehrlich sagen fühl ich mich mit einem zu hartem reifen inner kurve sicherer als mit nem zu weichen.
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Tutti

unregistriert

13

Sonntag, 28. August 2005, 22:44

Hängt vom Fahrgefühö und Außentemperatur ab.
Bei zu hartem Reifen wirds kippelig, bei zu weichem schwammig, verzögertes Einlenkverhalten.
Bei weniger Druck wird der Reifen schneller warm.
Sprich ausprobieren, wie man sich wohlfühlt.
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Angus

unregistriert

14

Dienstag, 6. September 2005, 08:55

thanks @ all, hab jetzt ne ganze reihe interessanter Dinge erfahren die ich testen werde.
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