Wie bei jedem Motor muss auch bei einem Motorrad das Motoröl regelmäßig gewechselt werden. Denn dieses nimmt mit der Zeit den feinen Abrieb aus dem Motorinneren wie auch Verbrennungsrückstände auf. Nach einer gewissen Zeit sind so viele Verunreinigungen im Öl, so dass dieses gewechselt werden muss.

Arten von Ölen

Motoröl wird nach der SAE-Klasse unterteilt. SAE steht für Society of Automotive Engineers. Diese beurteilt bei Ölen die Fließeigenschaften, die sogenannte Viskosität. Bei dieser international gültigen Einstufung werden die Öle nach einem seit 1911 festgelegten Prüfverfahren unterteilt. Dabei geben die beiden Zahlen an, wie die Fließeigenschaften bei kalten und warmen Temperaturen sind.

Die Zahl vor dem W beschreibt die Fließeigenschaften bei Kälte. Je geringer dieser Wert ist, desto dünnflüssiger ist das Öl bei kalten Temperaturen. Es schmiert daher auch beim Kaltstart besser. Die zweite Ziffer beschreibt die Viskosität bei Wärme. Je höher diese Ziffer ist, desto belastbarer ist das Öl bei Wärme. REPSOL Motoröl 4l, 10W-40 wird genutzt für Motorräder in unseren Breitengraden, in denen es nicht zu extremer Kälte kommt.

Ölwechsel bei einem Motorrad

Der Ölwechsel bei einem Motorrad unterscheidet sich von dem bei einem Auto nur unwesentlich. Vor dem Ölwechsel sollte das Öl warmgelaufen sein. Man sollte aber darauf achten, dass es nicht zu heiß wird, denn es besteht dann Verbrennungsgefahr an dem heißen Öl, wenn es gewechselt wird. Anschließend kann die Einfüllschraube gelöst werden. Das sorgt dazu, dass Luft ins Motorgehäuse einziehen kann, während das Öl abläuft. Dieses geschieht über die Ablassöffnung, deren Ablassschraube dann entfernt werden kann. Das Öl wird in einer Auffangwanne gesammelt.

Nicht vergessen: Zu einem Ölwechsel gehört auch immer ein Wechsel des Ölfilters. Dieser ist am Motor befestigt. Es gibt ihn in zwei Ausführungen. Einmal als komplette Einheit inklusive Gehäuse und Filter sowie als Filtereinsatz, bei dem das Filtergehäuse nicht gewechselt wird. Im Motorrad-Handbuch steht, welche Art von Ölfilter benötigt wird.

Nachdem das Öl abgeflossen und der Filter gewechselt ist, kann die Ölablassschraube wieder eingesetzt werden. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Oberfläche am Gehäuse wie auch an der Schraube vorher mit einem Tuch gereinigt werden, damit später kein Öl ausläuft. Wie beim Ölfilter sollte unbedingt auch bei der Ablassschraube eine neue Dichtung verwendet werden, da es bei der alten Dichtung vorkommen kann, dass diese nicht mehr richtig abdichtet.

Sind Ölfilter und Ablassschraube wieder an ihrem Platz, kann neues Motoröl aufgefüllt werden. Die richtige Menge kann dem Handbuch entnommen werden. Anschließend kann der Motor gestartet werden. Nachdem der Motor warmgelaufen ist, kann der Ölstand noch einmal kontrolliert und fehlendes Öl ergänzt werden. Das Altöl wie auch alle verschmutzten Lappen gehören in den Sondermüll und nicht in den Hausmüll. Für diesen Abfall gibt es spezielle Sammelstationen.

Wechselintervalle

In der Regel sollte das Öl im Motorradmotor etwa alle 6.000 bis 10.000 Kilometer gewechselt werden. Unabhängig von der Laufleistung des Motorrades sollte der Ölwechsel jedoch mindestens einmal im Jahr erfolgen. Je nach Hersteller werden unterschiedliche Wartungsintervalle empfohlen. Die Angaben, wie oft das Motoröl gewechselt werden muss, sind der Bedienungsanleitung oder dem Wartungsheft zu entnehmen.

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