Mondial ist den heutigen Motorradfans nicht so geläufig. Echte Fans der Geschichte des Motorradsports wissen, dass Mondial einst den Motorsport dominierte. Es wird sogar vermutet, dass Honda nie so schnell prosperiert hätte, wenn die Mondial das Modell Bialbero nicht an Soichiro Honda verkauft hätte. Wir werden die Geschichtsstunde und die Lektion über Mondial für eine andere Gelegenheit verlassen. Heute werden wir über ein exotisches Motorrad aus der jüngeren Geschichte schreiben, eigentlich aus den frühen 2000er Jahren.

Die Mondial Piega 1000 ist ein so seltenes Motorrad, dass die meisten Zweirad-Enthusiasten, selbst diejenigen, die sich für große Motorrad-Experten halten, es gar nicht kennen. Stell dir vor, wie ein Mitarbeiter in einem Motorradservice reagieren würde, wenn so ein exotisches "Biest" zu ihm zur Reparatur käme.

Eine Zeit lang beschäftigte sich Mondial mit der Produktion von Fahrwerken für andere Motorradhersteller. Dann, in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts, kam ein neues Management in die Fabrik. Sie wollten, dass Mondial in den Motorradsport zurückkehrt und an der SBK-Weltmeisterschaft teilnimmt.

Der gescheiterte Deal mit Suzuki und die Loyalität von Honda

überlegen, wessen Aggregat man in seine Fahrgestelle einbauen könnte. Ursprünglich wurde mit Suzuki eine Vereinbarung über die Lieferung von 250 Einheiten des Modells TL1000 getroffen. Alles verlief nach Plan und Mondial plante, das Modell Piega 1000 auf der Motorradmesse INTERMOT 2000 zu präsentieren. Aus irgendeinem Grund beschloss Suzuki jedoch, die Vereinbarung mit Mondial zurückzuziehen und die vereinbarten Einheiten nicht zu liefern.

Gestrandet gelassen, überlegte Mondial, welcher Motor sein zukünftiges Superbike antreiben könnte. Nachdem viele Angebote verschickt wurden, wollte am Ende nur Honda Mondial helfen. Offensichtlich erinnerte sich der berühmte japanische Hersteller daran, dass Mondial ihm in seinen Anfängen geholfen hatte. Übrigens war es das erste Mal in der Geschichte, dass Honda einem anderen Hersteller offiziell erlaubte, seinen Motor zu verwenden. So baute Mondial anstelle des TL-Motors den Honda-Motor aus dem Modell VTR1000 SP1 ein. Der V2-Motor aus der VTR1000 SP1 hat sich bereits sehr gut bewährt. Mit einem Hubraum von 999 cm und der Verteilung über das Getriebe, sowie einer respektablen Leistung von 136 PS bei 9.500 U/min mit einem maximalen Drehmoment von 110 Nm bei 8.500 U/min, war dieses Aggregat eine echte Herausforderung für die Konkurrenz.

Mondial hat das Aggregat leicht verbessert. Es installierte verschiedene Einspritzdüsen sowie eine 2-1-2-Titan-Auspuffanlage, und dank dieser Modifikationen erhöhte es die Leistung des Aggregats auf 140 PS an der Kurbelwelle. Der Auspuff selbst passte perfekt unter die Rücksitzbank. Auch das Zündschema und die Zündung selbst sind das Werk von Mondial, so dass sich der Charakter des Aggregats etwas von der originalen VTR unterscheidet.

Leichtes Fahrgestell

Da Mondial viel Erfahrung in der Herstellung des Chassis hatte, wurde beschlossen, dass der Piega 1000 ein Rohrchassis verwenden würde. Es wurde eine Chrom-Molybdän-Stahllegierung verwendet und das Chassis wurde von Hand geschweißt. Eine Besonderheit für Piega 1000 war die voll einstellbare Vorderradaufhängung von Paioli. Die Vorderradgabel hatte einen Stangendurchmesser von 46 mm und einen Radhub von 120 mm. Hinten wurde ein voll einstellbares Öhlins-Federbein mit einem Hub von 115 mm verbaut. Das leichte und leistungsstarke Motorrad musste maximal abgesichert werden, so dass Öhlins auch das dringend benötigte Lenkungsfederbein "signierte".

Mondial wollte nur die beste Bremsanlage, und zu dieser Zeit schlug Brembo die Konkurrenz. Vorne wurden zwei Scheiben mit einem Durchmesser von 320 mm und zwei Zweikolben-Bremssättel verbaut, hinten eine Scheibe mit einem Durchmesser von 220 mm und ein Zweikolben-Bremssattel. Bei Mondial hat man darauf geachtet, jedes Gramm zu sparen. Die Panzerung wurde komplett aus Carbon gefertigt, und jedes Bauteil wurde aus den leichtesten Materialien hergestellt. So hatte die Piega 1000 ein Trockengewicht von nur 179 kg. Die Honda VTR1000 SP1 zum Beispiel hatte ein Trockengewicht von 196 kg. Mit einem Kraftstofftank mit einem Volumen von 20 Litern und anderen Flüssigkeiten wog die Piega 1000 weniger als 200 kg.

Auch die Wahl der Reifendimensionen ist ein wenig interessant. Der Vorderreifen hatte die Dimension 120/70 ZR18, während der Hinterreifen eine etwas schmalere Reifendimension hatte, als für 1.000er-Motorräder typisch war, und zwar 180/55 ZR18.

Große Pläne und ein unrühmliches Ende

Mondial plante, 250 Exemplare des Modells Piega 1000 herzustellen, um das Motorrad für den Wettbewerb in der SBK-Weltmeisterschaft einsetzen zu können. Nachdem nur 25 Exemplare hergestellt worden waren, geriet Mondial in finanzielle Probleme und ging in Konkurs. So endete die Piega 1000 in der Zeit von 2002 bis 2003 unrühmlich. Später gelang es dem neuen Management der Fabrik, mehr Exemplare herzustellen, und einigen Gerüchten zufolge erreichten sie 120. Am Ende wurde das Projekt jedoch gestoppt, und Piega 1000 wurde zu einer seltenen Rarität. Interessant ist auch, dass 11 Exemplare aus der Fabrik gestohlen wurden und die Polizei sie nie gefunden hat. Es wird vermutet, dass sie von den Arbeitern gestohlen wurden, denen Mondial Löhne schuldete.

Es ist schade, dass Mondial in der SBK-Weltmeisterschaft - auf deren Rennen man in den nicht gerade zahlreichen Online-Casinos (wie bspw. auf TopCasinoExpert.com), die Sportwetten mit Motorsport anbieten, wetten kann - mit dem Modell Piega 1000 nicht angetreten ist. Vielleicht würde es bemerkenswerte Ergebnisse erzielen, die ihm helfen würden, Motorräder zu verkaufen und aus den finanziellen Problemen herauszukommen. So bleibt nur eine schöne Geschichte über ein interessantes und exotisches Motorrad, das viel versprach.

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