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(c) Dirk Fuhrmann

Die ersten Nachfragen sind schon bei mir eingetroffen, ob ich nichts über das letzte Wochenende berichten möchte. Klar berichte ich davon, aber ich musste erst einmal das Geschehene "sacken" lassen.

 

Eigentlich fing alles super an. Bereits am Donnerstag machte ich mich mit dem WSC-Neuss Racing Team auf den Weg nach Frankreich. Die Rennstrecke in Dijon kannte ich noch nicht und so nutze ich die Gelegenheit, am späten Abend gemeinsam mit meinem Mechaniker die Strecke mit dem Fahrrad zu erkunden.

 

Der Freitag begann mit strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen. Den Trainingstag nutze ich, die Highspeed-Strecke mit meiner Aprilia RSV 4 aPRC factory zu erkunden. Von Runde zu Runde wurde ich schneller und mein Grinsen unter meinem Helm breiter. Es machte mega viel Spaß, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 150 km/h durch die Landschaft zu fliegen.

 

Der Samstag stand ganz im Qualifyingmodus. Das freie Training am frühen Morgen war feucht, mit leichtem Regen, aber warm. Zum ersten Qualifying stand die Frage im Raum: Regenreifen oder Slicks, denn kurz vor dem Zeittraining hatte es leicht geregnet. Ich entschied mich für Slicks, was auch die richtige Wahl war. Die Strecke trocknete schnell ab und ich konnte für die SBS-Moto 1000 einen sehr guten 2. Startplatz herausfahren. Das 2. Zeittraining begann mit schnelleren Zeiten und dann passierte es: Mit rund 180 km/h kam ich gut in Kurve 3 rein, doch eine kleine Unebenheit ließ mein Vorderrad einklappen, ich fiel und mein Motorrad machte leider eine wilde Fahrt ins Kiesbett. Dort stellte es sich auf und überschlug sich mehrmals. Was genau an meiner italienischen Lady kaputt ist, lässt sich erst sagen, wenn das Team die Maschine auseinandergenommen hat. Aber auf den Bildern lässt sich unschwer erkennen, dass die Schwinge total verbogen ist, sowie der komplette Heckrahmen erneuert werden muss. Leider war es nicht möglich, für Sonntag noch ein Ersatzmotorrad zu bekommen, denn ich wollte unbedingt fahren, denn nach meinen Zeiten wäre ich einem der oberen Podiumplätze sehr sehr nahe gewesen.

 

Nach meiner Rückkehr am Sonntag in Köln, machte ich mich auf den Weg ins Krankenhaus, denn meine Hand tat ein wenig weh. Hier hatte ich ein weiteres Highlight, was mich sehr zum Grinsen brachte. Der Notdienstarzt in der Ambulanz fragte mich, was passiert ist. Ich erklärte ihm meine "Fallsituation" und der Doc wurde zunehmend blasser. Er sprach von einem Hochgeschwindigkeitstrauma mit Verletzungsmöglichkeiten von Milz, Niere und Leber, sowie Wirbelsäule und und und. Er verstand überhaupt nicht, dass ich außer meinem Finger keine Beschwerden hatte. Nach eingehender Untersuchung mit Ultraschall, Röntgen und diversen Proben stand die Diagnose fest: Prellung des Fingergelenks am Mittelhandknochen rechts. Der Arzt war sprachlos und so konnte ich mit einem Salbenverband die Krankenhausambulanz wieder verlassen.

 

Am kommenden Wochenende wird mein Motorrad auseinandergenommen. Hier wird sich zeigen, ob nur die Schwinge verbogen oder der Hauptrahmen auch gestaucht ist. Auch der Motor wird zerlegt, denn bei einem solchen "Sturz" kann viel kaputt gehen.

 

Aber eines habe ich mit meinem Team schon besprochen: Nach Dijon fahren wir nochmal hin, denn die Strecke ist super und ich will da unbedingt nochmal fahren!

 

 

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