Von: Falk

Ben Wiegner (von links) mit Adi Stadler von HRC und Richard Irmscher (Foto Michael Sonnick)

Vor einem Rekordpublikum von 252.826 Fans lieferten neben der MotoGP auch die Piloten des Northern Talent Cup am Samstag und am Sonntag auf dem Sachsenring im Rahmen des Motorrad Grand Prix von Deutschland eine hervorragende Show ab. Die Siege der beiden Rennen gingen nach Österreich an Tobias Kitzbichler und in die Niederlande an Jurrien van Crugten, der seine Meisterschaftsführung im NTC zur fünften Veranstaltung 2024 ausbauen konnte.

Nach einem Qualifying am Freitag mussten die Nachwuchspiloten am Samstag abwarten, bis ein Gewitter über den Grand-Prix-Kurs hinweggefegt war, bis sie schließlich am Abend auf nasser Strecke zum ersten Lauf starten konnten. Jurrien van Crugten aus den Niederlanden konnte sich zunächst die Pole-Position sichern, doch Niklas Kitzbichler übernahm schon früh die Führung im Regenrennen und fuhr einen überragenden zweiten Saisonsieg nach Hause. Antoine Nativi aus Frankreich und Tom Rolin aus Belgien sicherten sich den zweiten und dritten Platz, während van Crugten als Vierter abgewunken wurde.

Im zweiten Lauf übernahm van Crugten erneut das Zepter. Der Niederländer gewann nach einem packenden Rennen, in dem die Top-10 nach 16 Runden innerhalb nur einer Sekunde im Ziel ankamen, und baute seine Meisterschaftsführung vor den letzten beiden Events der Saison auf 157 Punkte aus. Kitzbichler musste sich im Foto-Finish um 0,081 Sekunden geschlagen geben, gefolgt von Rolin auf Platz drei.

Aus deutscher Sicht lag Richard Irmscher ein weiteres Mal vorn. Der 15-Jährige war in beiden Rennen von Platz sechs aus gestartet und hatte sich unter nassen sowie trockenen Bedingungen den siebten Platz gesichert. „Das Wochenende war wirklich durchwachsen“, beginnt der Pilot des Racingteam Irmscher.

„Das erste Freie Training lief gut, aber dann ging es etwas bergab. Im ersten Rennen hatten wir wirklich die bisher härtesten Bedingungen in diesem Jahr, deshalb kam nur ein siebter Platz raus. Im zweiten Lauf hing ich etwas hinter den anderen Fahrern fest und konnte daher auch nicht mehr als einen siebten Rang herausfahren. Das ist schade, aber da kann man nichts machen. Jetzt legen wir unseren Fokus auf Assen und versuchen dort das Beste rauszuholen“, fasst Irmscher zusammen.

Ben Wiegner hatte sich nach einem schwierigen Wochenende in Most zunächst mit Rang acht in der Qualifikation einen guten Ausgangspunkt für beide Rennen aus der dritten Reihe sichern können. Im ersten Rennen fiel der JB-Racing-Fahrer jedoch auf Position 15 zurück, nahm aber zumindest noch einen Punkt mit. Im zweiten Lauf war der 14-Jährige Mitten im Feld zu finden und sah die Zielflagge schließlich als Neunter, nur 0,743 Sekunden hinter dem Sieger.

„Das Qualifying war sehr eng und ich bin von Platz acht gestartet. Das war ok, aber nicht ideal. Vor dem ersten Rennen hat es angefangen zu gewittern und es wurde verschoben. Die Strecke war dann zum Start nass und ich konnte mich nicht direkt reinfinden. Daher war ich am Anfang sehr weit hinten und bin noch auf Platz 15 nach vorn gefahren. Im zweiten Rennen lief die erste Runde nicht optimal, aber ich konnte später noch die viertschnellste Zeit des ganzen Feldes fahren. Platz neun war ok, aber nicht ganz das, was ich mir erhofft hatte“, resümiert der 14-Jährige.

Derweilen hatte sich Thias Wenzel zunächst nur für den 14. Startplatz qualifiziert, holte im nassen ersten Lauf aber das Beste raus und sicherte sich mit Platz zwölf vier Meisterschaftspunkte. Im zweiten Lauf landete der 15-jährige Pilot des Kiefer Racing Teams schließlich auf Position 13 und punktete erneut, womit er sich nach dem fünften Rennwochenende weiter in den Top-10 der Gesamtwertung hält.

„Am Freitag kam ich ganz gut mir der Strecke zurecht. Im Qualifying belegte ich den 14 Platz. Im ersten Rennen war es nass und ich musste erst einmal ein Gefühl finden. Zum zweiten Rennen war es dann trocken, aber ich kam im Rennen einfach nicht in einen guten Flow“, fasst Wenzel zusammen.

„Ich habe an diesem Wochenende viel gelernt, auch wenn die Position nicht sehr gut war“, so Alexander Weizel. Der 16-Jährige startete von Platz 19 aus und verpasste mit Rang 18 und 17 am Samstag und Sonntag die Punkte, konnte den Saisonhöhepunkt aber durchaus genießen. „Wir hatten gute Kämpfe und ich bin oft gute Rundenzeiten gefahren. Dieses Wochenende mit der MotoGP war etwas ganz Besonderes“, schwärmt der Pilot des Weizel Racing Teams.

Nach einem ereignisreichen Motorrad Grand Prix-Event geht der Northern Talent Cup nun in eine fünfwöchige Sommerpause und kehrt vom 16. bis 18. August auf den TT Circuit in Assen zurück, wo im Rahmen der IDM das vorletzte Wochenende der Saison ausgetragen wird.


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