Von: Polo und Michael Sonnick
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Die Polo Motorrad und Sportswear GmbH hat am Dienstag, 18. November 2025, beim Amtsgericht in Mönchengladbach ein Insolvenz-Verfahren in Eigenverwaltung angemeldet. Das Ziel ist die geordnete Fortführung des Geschäftsbetriebs unter dem Schutz des Insolvenzrechts und die Sanierung des Unternehmens, dies teilte das Unternehmen mit.
Der operative Geschäftsbetrieb bei Polo läuft im vorläufigen Verfahren am Standort in Jüchen und in allen Filialen und Stores regulär weiter. Auch die Löhne und Gehälter der rund 700 Mitarbeiter in Deutschland sind über das Insolvenzgeld bis einschließlich Januar 2026 gesichert, heißt es weiter.
Als Grund nennt die Polo Motorrad und Sportswear GmbH „die derzeitige angespannte gesamtwirtschaftliche Situation“. Trotz einer guten Umsatzentwicklung in diesem Jahr sorge die branchenweite Kaufzurückhaltung vieler Kunden für einen erhöhten Druck auf die Liquidität. Die Polo-Standorte und -Gesellschaften in Österreich und in der Schweiz bleiben vom Verfahren zunächst unberührt.
Der Motorradmarkt in Deutschland liegt in diesem Jahr ein Viertel und etwa 50.000 Fahrzeuge hinter den Neuzulassungen des Vorjahres zurück. Bereits vor 14 Jahren war Polo im Dezember 2011 schon einmal insolvent. Die Firma Polo wurde ursprünglich vor rund 44 Jahren gegründet.
Zeitweilig gehörte Polo, wie der Wettbewerber Hein Gericke, zur börsennotierten Firma Eurobike, die im Jahr 2003 Insolvenz anmeldete. Danach übernahm die US-Firma Fairchild beide Firmen. Fairchild musste dann allerdings 2009 Insolvenz nach amerikanischen Recht anmelden. Zuvor hatte Polo-Geschäftsführer und Firmengründer Klaus Esser 51 Prozent an Polo zurückgekauft..
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